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Orthoptik / Visuelle Rehabilitation

Erwachsene mit erworbenen Hirnschädigungen, z. B. nach Schlaganfall, Hirnblutung, Tumoren, entzündlichen Erkrankungen oder Unfall können auch Sehstörungen verschiedenster Art haben. Häufig sind Doppelbilder, reduzierte Sehschärfe, Augenbewegungsstörungen und Gesichtsfeldausfälle Ursache dieser Sehstörungen, welche die Orientierung im Raum sowie die Lesefähigkeit beeinträchtigen.

Im Rahmen der Orthoptik, einem speziellen Bereich der Augenheilkunde, werden die Patienten zunächst auf Störungen des ein- und beidäugigen Sehens, Augenbewegungsstörungen, Augenzittern und Gesichtsfelddefekte untersucht. In Einzel- und Gruppentherapien werden die Patienten gelehrt, Kompensationsstrategien zur Stabilisierung und Verbesserung des visuellen Wahrnehmungsvermögens zu entwickeln. Ziel der orthoptischen/visuellen Rehabilitation ist es, Seheinbußen durch optische Korrekturen, kompensatorisches Training und/oder durch spezielle Hilfsmittel so zu behandeln, dass der Betroffene den Alltag gut bewältigen kann.