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Krankenhäuser Buchholz und Winsen (Luhe)

Größere Reichweite und wohnortnahe Behandlungen

Zwischen der Waldklinik und den benachbarten Akutkrankenhäusern des Landkreises Harburg, den Krankenhäusern Buchholz und Winsen gGmbH, besteht bereits seit Jahren eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. So werden viele der in den Krankenhäusern Buchholz und Winsen akut behandelten Patienten in Jesteburg weiter rehabilitiert. Umgekehrt können Patienten bei Bedarf schnell und unkompliziert rückverlegt werden und es werden Möglichkeiten der Durchführung spezieller Untersuchungsverfahren für Jesteburger Patienten in Buchholz und Winsen angeboten. Diese enge sektorübergreifende Zusammenarbeit wurde in den vergangenen Jahren – beginnend mit neurologischen, orthopädischen und unfallchirurgischen Patienten – im Rahmen mehrerer Kooperationsverträge Stück für Stück stärker formalisiert und ausgeweitet.

Ein Beispiel ist die ambulante physiotherapeutische Versorgung, die neben der Behandlung im Jesteburger "Stammhaus" auch in den Räumen der Krankenhäuser Buchholz und Winsen von Mitarbeitern der Waldklinik durchgeführt werden kann. Dazu haben sich die beteiligten Häuser vertraglich auf gemeinsam beschäftigte Leitungen der Gesamtabteilungen verständigt. Der Waldklinik wird dadurch ermöglicht, ihr in der Region anerkanntes therapeutisches "Know How" nicht nur in Jesteburg, sondern zusätzlich an den exponierten Standorten an den Krankenhäusern Buchholz und Winsen auch in Richtung auf die wohnortnahe ambulante Rehabilitation auszuweiten. Den beiden Akutkrankenhäusern wiederum gibt sie die Möglichkeit, die spezifischen therapeutischen Kenntnisse der Mitarbeiter der Waldklinik in der Rehabilitationsmedizin im Rahmen von Supervisionen oder einer Beteiligung an den regelmäßig stattfindenden Fortbildungen zu nutzen. Im übrigen können sie sich durch diese Kooperation noch stärker auf ihre akutmedizinischen Kernkompetenzen konzentrieren, die Kliniken insgesamt aber gleichzeitig weiter in Richtung eines "Gesundheitszentrums" mit vielfältigen stationären und ambulanten Angeboten für Patienten der Region zu entwickeln.

In der "Stroke Unit" (Schlaganfallstation) sowie der Abteilung für "Geriatrische Frührehabilitation" in Buchholz werden die Teams nicht nur durch Ergo- und Sprachtherapeuten sowie Neuropsychologen aus der Waldklinik unterstützt, auch das Zusammenspiel all dieser Therapien untereinander sowie mit Physiotherapie und Pflege wird durch eine Therapiekoordinatorin der Waldklinik sicher gestellt. Nach Auffassung aller Beteiligten nähert man sich mit dieser Zusammenarbeit dem Ideal eines integrativen Gesamtkonzepts und einer möglichst nahtlosen Versorgung der betroffenen Patienten von der Erstbehandlung mit Frühförderung im Akutkrankenhaus bis zur stationären und ambulanten Rehabilitation weiter an.

Diese modellhafte Zusammenarbeit über verschiedene Versorgungssektoren war auch Grundlage für eine Reihe von Verträgen zur "Integrierten Versorgung" gemäß § 140 a SGB V, die die Waldklinik Jesteburg gemeinsam mit den Krankenhäusern Buchholz und Winsen gGmbH mit verschiedenen Krankenkassen und zum Teil weiteren Kliniken z.B. des Elbe-Heide Krankenhausverbundes (Akut) und des Verbundes Norddeutscher Rehakliniken (Reha) abgeschlossen hat. Die Idee dieser Verträge insbesondere bei Behandlung von Patienten mit Hüft- und Knieendoprothesen ist eine möglichst abgestimmte Behandlung von der Erstuntersuchung bis zur postoperativen Nachbehandlung. Gewährleistet wird dies durch regelmäßigen Gesprächsaustausch der beteiligten Ärzte und Therapeuten sowie durch eine sektorübergreifende Fallbetreuung (Casemanagement), die primär in der Waldklinik angesiedelt ist.