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Zukunftstag in der Waldklinik

Neunzehn Kinder und Jugendliche schnupperten im April 2015 in die verschiedensten Berufe der Waldklinik hinein. Dabei erhielten Sie einen Einblick in den Klinikalltag.

Morgens um neun Uhr begrüßten Petra Böker, Therapieleiterin, und Hansjürgen Unteutsch, Pflegedienstleiter, die interessierten Mädchen und Jungen am Therapiestützpunkt. In Anlehnung an die ersten Stunden und Tage eines in der Klinik neu aufgenommenen orthopädischen Patienten fand zuerst ein Rundgang statt, an dessen Ende ein Einblick in das verwaltungstechnische und pflegerische Aufnahmeprocedere stand. Therapeuten, Pflegende und Ärzte erklärten dem Nachwuchs, wie ihr Berufsalltag aussieht und es konnten Gespräche mit Mitarbeitern der unterschiedlichsten Abteilungen geführt werden. Einen Höhepunkt zum Abschluss vor dem gemeinsamen Mittagessen bildete ein Quiz mit medizinischen Fragestellungen.

Vielen Jugendlichen war die Klinik bereits durch Ihre Eltern oder Nachbarn, die dort arbeiten, bekannt. „Gern unterstützen wir Mitarbeiterkinder und junge Menschen bei der Berufsorientierung oder auch später bei der Ausbildung“, so Petra Böker. 

Pflegerische und soziale Berufe sind immer noch typisch weiblich. Das Ziel des Zukunftstages ist es, dass Mädchen und Jungen geschlechtsuntypische Berufe kennen lernen. Die Waldklinik hat einen Frauenanteil von 80 %. „Für Männer ist es immer noch relativ ungewöhnlich, einen Pflegeberuf zu erlernen“, sagt Hansjürgen Unteutsch, der seine Ausbildung im Jahr 1980 begann. „Mich hat dabei das direkte Arbeiten mit Menschen, das Unterstützen in schwierigen Lebensphasen und der medizinische Hintergrund interessiert“. Die Pflege in der Waldklink hat einen hohen therapeutischen Stellenwert. Von der aktivierenden Pflege in der Frühphase schwerer neurologischer Krankheitsbilder bis hin zur Hilfe für Patienten bei der  Zurückgewinnung von Alltagsfähigkeiten in fortgeschrittenen Phasen begleitet das Pflegepersonal die Patienten 24 Stunden am Tag. 

Die Waldklink hat keine eigene Krankenpflegeschule, kooperiert aber insbesondere mit der Krankenpflegeschule des nahen Akutkrankenhauses in Buchholz. Die Schüler bekommen dort ihre Ausbildung und haben in der Waldklinik die Möglichkeit, die Rehabilitationspflege in Praxiseinsätzen zu erlernen.

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