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Millionen-Investition für mehr Effektivität und Komfort

Im Rahmen einer sechsmonatigen Umbauphase sind Speisesaal und Küche der Waldklinik komplett umgestaltet worden. Daraus ergeben sich Vorteile für Mitarbeiter und Patienten.

 

In das historische Hauptgebäude des Rehabilitationszentrums Waldklinik Jesteburg, dessen Ursprung auf das Jahr 1926 zurückgeht, hat jetzt Hightech Einzug gehalten: Die Küche wurde komplett umstrukturiert und erneuert. Auch der Speisesaal ist umgebaut. Mit seinem hellen, freundlichen Ambiente erinnert er schon fast an ein Sternerestaurant. 

Waldklinik-Geschäftsführer Dr. Hans-Heinrich Aldag blickt zufrieden auf das Ergebnis der sechsmonatigen Umbauarbeiten, in deren Verlauf sehr viel Improvisation nötig war. Mit der 1,1 Millionen-Investition, von der ein Teil durch das Land gefördert wurde, hat das bekannte „Zentrum für Rehabilitation“ seine räumlichen Strukturen der veränderten Nutzung angepasst und die Umsetzung modernen Food-Managements ermöglicht. Das kommt den insgesamt 370 Mitarbeitern zugute, vor allem aber den Patienten.

Die Waldklinik ist heute eine Spezialeinrichtung mit 169 Betten, in der verschiedene Formen der Rehabilitation angeboten werden: Die Neurologische Frührehabilitation ist zugeschnitten auf diejenigen Patienten, die nach einem Unfall, nach Schlaganfällen, Hirnblutungen und anderen schweren Erkrankungen des zentralen Nervensystems intensive Betreuung benötigen. Von beatmungspflichtigen Patienten auch im Wachkoma bis hin zu denjenigen, die nach erfolgreicher Rehabilitationsphase bereits kurz vor der Rückkehr nach Hause stehen, reicht das Spektrum, dessen Übergänge fließend sind. Hinzu kommt die orthopädische Rehabilitation derer, die beispielsweise nach Gelenkersatz an Hüfte oder Knie in der Waldklinik wieder eine umfassende Alltagsbelastbarkeit erzielen wollen.

Diese weitgefasste Patientenstruktur bedingt unterschiedlichste Bedürfnisse, denen die Waldklinik mit ihrem hohen Anspruch an Qualität und Zuwendung gerecht werden will.

Rund 80 Prozent derer, die in der Neurologischen Frührehabilitation betreut werden, leiden unter Schluckstörungen. Für sie müssen Nahrungsmittel gemäß ärztlichen Vorgaben in feinste Bestandteile zerkleinert, hinsichtlich der Zusammensetzung genau kontrolliert und auf die Stationen geliefert werden.

Essen ist für diese Patienten ein wichtiger Teil ihrer Therapie, die sie mit ausgebildeten Fachkräften (Schlucktherapeuten) bewältigen. Allein für diese Personengruppe ist Tag für Tag die Zubereitung von fünf verschiedenen (Phasen-)Kostformen, oft in kleinsten Mengen, notwendig.

Hinzu kommen Patienten, die aufgrund ihrer Krankheit bestimmte Beschränkungen bei der Nahrungsmittelauswahl zu beachten haben. Und darüber hinaus gibt es immer noch diejenigen, die vegetarisch essen wollen oder Sonderwünsche haben.

Mit seinen 25 Mitarbeitern bereitet Küchenchef Klaus Bockelmann täglich mindestens 20 verschiedene Menükonstellationen zu. Anschließend müssen die Menüs auf Tabletts portioniert und in den Speisesaal bzw. auf die Stationen gebracht werden. Dies dreimal täglich. Punktgenau. Und für bis zu 169 Patienten. Dazu kommt noch das Essen für die Mitarbeiter. - Eine Herkulesaufgabe.

Umso glücklicher ist Klaus Bockelmann über die neue Küche. „Die räumliche Neuorganisation verbessert unsere Arbeitsabläufe ganz entscheidend und entlastet unsere Mitarbeiter“, lobt er. Die Grundzüge der Neuerung: Die Bereiche für warme Küche mittags und kalte Küche mit Frühstück und abendlichem Büffetangebot wurden getrennt. An einem gesonderten Portioniertisch können mehrere Mitarbeiter gleichzeitig tätig sein. Neue, nun mitten im Raum angeordnete Elektrogeräte wie zwei Ceran Herde und diverse Koch- und Bratvorrichtungen erleichtern die Zubereitung.

Die Aufteilung in verschiedene Arbeitssektoren schafft größere Ruhe und entspricht strengsten Hygienevorgaben. Eine Bandspülmaschine nimmt den Mitarbeitern körperlich anstrengende Reinigungsarbeiten ab.

Die neue Belüftungsanlage schafft ein angenehmes Klima. Und auch die Induktionswagen, auf denen die Speisen warmgehalten und auf die Stationen für die schwerer betroffenen Patienten gebracht werden, haben jetzt ihren festen Platz.

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