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Hochkarätiger Fortbildungskurs für Pflegende

Zwölf Mitarbeiter der Pflege der Waldklinik Jesteburg haben in diesem Frühjahr gerade in einem 10 tägigen Kurs erfolgreich das Zertifikat „Therapeutisch-aktivierende Pflege Erwachsener nach erworbenen Hirnschädigungen – Bobath-Konzept“  erworben.

Zentraler Inhalt des Kurses unter der Leitung der Physiotherapeutin und Bobath-Instruktorin Petra Böker, im Hauptberuf Therapieleiterin der Waldklinik und der Pflegeaufbaukurs-Instruktorin Michaela Friedhof, war die Vermittlung von konkreten Handlungskompetenzen und praktischen Fähigkeiten der Pflegenden bei der Betreuung von Patienten mit Bewegungsstörungen. Die Kursteilnehmerinnen übten zunächst untereinander und übertrugen anschließend das Erlernte während des Kurses unter Anleitung der Kursleitung direkt auf die praktische Arbeit mit Patienten der verschiedenen Stationen der Waldklinik. In theoretischen Unterrichtseinheiten wurde zusätzlich das notwendige Hintergrundwissen trainiert. „Dadurch soll insbesondere die Argumentation des Handelns in unseren `interdisziplinären Teams´, bestehend aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten der unterschiedlichen Berufsgruppen (z.B. Physio,  Ergo- und Sprachtherapeuten sowie Neuropsychologen) der Waldklinik unterstützt werden“, so Petra Böker. Nicht zuletzt soll auch die Freude am Beruf durch die individuelle Vermittlung rückenschonender Arbeitstechniken für die Kursteilnehmer erarbeitet werden.   

Im Rehabilitationskonzept der Waldklinik Jesteburg für neurologische und orthopädische Patienten der verschiedenen Schweregrade stellt die durch Kurse wie diesen geförderte aktivierend-therapeutische Pflege innerhalb der interdisziplinären Teams einen großen Schwerpunkt dar. Dies gilt insbesondere für die schwerer betroffenen Patienten. Für die Pflegenden selbst bedeutet dieser Ansatz, den Patienten durch pflegetherapeutische Maßnahmen zur größtmöglichen Selbstständigkeit zu führen sowie seine noch erhaltenden Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern. Dabei geht es nicht nur um die bekannte `Hilfe zur Selbsthilfe´, sondern um ein systematisches Training der „Aktivitäten des täglichen Lebens“ (ADL). Der Patient soll trotz und mit seiner Behinderung die Möglichkeiten seines Handelns selbst erfahren und dahingehend motiviert werden, auch mit pflegerischer Unterstützung Aktivitäten wieder zu erlernen und verbessern zu können. 

Diese erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung fügt sich ein in den Kreis weiterer Weiterbildungsmaßnahmen, mit denen die Waldklinik ihre aktuell 370 Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen stärken möchte, um für Patienten die Zeit der Rehabilitation und  den „Weg zurück ins Leben“ so effektiv wie möglich zu gestalten.

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