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Schüler erleben Rehabilitationsmedizin

Die Abiturklasse der BBS Buxtehude besuchte die Waldklinik in Jesteburg, nachdem sie sich in den letzten Monaten umfassend mit dem Thema Schlaganfall beschäftigt hatte.

Wenige Wochen vor Beginn der Abschlussklausuren besuchte eine Klasse des 13. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums der BBS Buxtehude die Waldklinik in Jesteburg. Die Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs Gesundheit und Soziales konnten sich im Rahmen eines Informationstages ein umfassendes Bild von der praktischen Arbeit einer Rehabilitationsklinik machen.

Bereits seit vielen Jahren ist die Waldklinik in Jesteburg als fachkompetentes Therapiezentrum für orthopädische und insbesondere neurologische Rehabilitation auch weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt. Durch ein spezielles Phasenkonzept werden Patienten mit Hirn- und Nervenschädigungen, hervorgerufen durch Schlaganfall oder traumatische Ereignisse, hier mittels medizinischem und therapeutischen Einsatz intensiv behandelt.

Die Abiturienten hatten sich bereits in den vorausgegangenen Monaten umfassend mit dem Thema Schlaganfall und neurologischer Rehabilitation beschäftigt. In der Waldklinik hatten sie nun die Möglichkeit, sich vor Ort ausführlich über die unterschiedlichen Krankheitsbilder sowie über entsprechende Therapien und Methoden der neurologischen Rehabilitation zu informieren. Sowohl durch fachspezifische Vorträge als auch durch persönliche Hospitationen in verschiedenen therapeutischen Bereichen wurde den Schülerinnen und Schülern veranschaulicht, wie sich die Folgen einer Hirn- oder Nervenschädigung im konkreten Fall auswirken und wo neurologische Rehabilitation ansetzt, um die Patienten soweit wie möglich wieder in den Lebensalltag zu integrieren. In Ergänzung zur vorausgegangen umfangreichen Thematisierung im Schulunterricht, konnten sich die jungen Erwachsenen nun in der Praxis ein Bild davon machen, was es für die Betroffenen bedeutet, mit den Folgen einer neurologischen Erkrankung zurechtzukommen und welche therapeutischen Maßnahmen ergriffen werden, wieder größtmögliche Selbstständigkeit in der persönlichen Lebensführung zu ermöglichen.

Das Resümee der SchülerInnen nach Abschluss der Hospitationen war durchweg positiv. „Die praktische Arbeit in einer Rehabilitationsklinik hautnah zu erleben und begleiten zu können war ein ganz besonderes Erlebnis und führt zu einem besseren Verständnis der zuvor theoretisch behandelten Thematik. Zu sehen, in welchem Maße beispielsweise eine Lähmung den Alltag eines Patienten beeinträchtigt, eröffnet einen völlig anderen Blickwinkel auf die Einschränkungen, die durch eine neurologische Erkrankung auftreten können und wie viel Therapie geleistet werden muss, um eine Besserung herbeizuführen.“

„Es ist uns ein großes Anliegen, jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, erste Eindrücke in der Lebens- und Arbeitswelt moderner Rehabilitation zu sammeln; zumal, wenn sie sich bereits für eine entsprechende Spezialisierung entschieden haben. Auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem zunehmend absehbaren Fachkräftemangel pflegen wir ohnehin eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen (Fach-)Schulen aus dem medizinischen und therapeutischen Bereich“, so der Geschäftsführer der Waldklinik, Dr. Hans-Heinrich Aldag.

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