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Zukunftstag in der Waldklinik

Elf Kinder und Jugendliche „schnupperten“ in die verschiedensten Berufe der Waldklinik hinein. Dabei erhielten Sie einen Einblick in den Klinikalltag.

Morgens begrüßten Petra Böker, Therapieleiterin, und Hansjürgen Unteutsch, Pflegedienstleiter, die interessierten Mädchen und Jungen am Therapiestützpunkt. In Anlehnung an die ersten Stunden und Tage eines in der Klinik neu aufgenommenen orthopädischen Patienten fand zuerst ein Rundgang statt, an dessen Ende ein Einblick in das verwaltungstechnische und pflegerische Aufnahmeprocedere stand. Therapeuten, Pflegende und Ärzte erklärten dem Nachwuchs, wie ihr Berufsalltag aussieht und es konnten Gespräche mit Mitarbeitern der unterschiedlichsten Abteilungen geführt werden. Einen Höhepunkt zum Abschluss vor dem gemeinsamen Mittagessen bildete in der Therapieabteilung ein Quiz mit medizinischen Fragestellungen.

Vielen Jugendlichen war die Klinik bereits durch Ihre Eltern oder Nachbarn, die dort arbeiten, bekannt. „Gern unterstützen wir Mitarbeiterkinder und junge Menschen bei der Berufsorientierung oder auch später bei der Ausbildung“, so Petra Böker.

Pflegerische und soziale Berufe sind immer noch typisch weiblich. Das Ziel des Zukunftstages ist es, dass Mädchen und Jungen geschlechtsuntypische Berufe kennen lernen. Die Waldklinik hat einen Frauenanteil von rd. 80 %.

„Für Männer ist es immer noch relativ ungewöhnlich, einen Pflegeberuf zu erlernen“, sagt Hansjürgen Unteutsch, der seine Ausbildung im Jahr 1980 begann. „Mich hat dabei das direkte Arbeiten mit Menschen, das Unterstützen in schwierigen Lebensphasen und der medizinische Hintergrund interessiert“. Die Pflege in der Waldklink hat einen hohen therapeutischen Stellenwert: von der aktivierenden Pflege in der Frühphase schwerer neurologischer Krankheitsbilder bis hin zur Hilfe für Patienten bei der  Zurückgewinnung von Alltagsfähigkeiten in fortgeschrittenen Phasen begleitet das Pflegepersonal die Patienten 24 Stunden am Tag.

Die Waldklink hat ihre Kooperation mit der Gesundheitsfachschule und dem Bildungszentrum des nahen Akutkrankenhauses in Buchholz aktuell so erweitert, dass im Sommer diesen Jahres die ersten jungen Menschen ihre Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger auch in der Waldklinik beginnen können.

Einen weiteren Ausbildungsplatz bietet die Waldklinik in der Küche an. Der Auszubildende zum Koch lernt während seiner dreijährigen Lehrzeit, sich professionell um das leibliche Wohl der Patienten aller verschiedenen Versorgungsstufen zu kümmern.

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